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100 Jahre Erdoğan

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100 Jahre Erdoğan

Essay (taz): Vor hundert Tagen trat Erdogan das Amt des türkischen Staatspräsidenten an. Er redet wirrer und hat einen „bad cop“ an der Seite.

Seit Jahren gibt Erdoğan für seine Amtszeit eine Jahreszahl an: 2023, den hundertsten Geburtstag der Republik, bis zu dem er seine „neue Türkei“ aufgebaut haben will: wirtschaftlich stark, politisch einflussreich und islamisch bis in die Bartspitzen. (Ganzen Beitag lesen)

taksim110

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»Tränengas olé!«

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»Tränengas olé!«

junge Welt (Ulf Schleth): Rezension von „Taksim ist überall“

Yücels Taksim-Buch ist ein sozialpolitscher Reiseführer durch die türkische Psycho- und Topologie. Die Lektüre hilft dem Leser zu verstehen oder wenigstens zu erahnen, wie es zum absoluten Wahlsieg von Erdogan und seiner AKP kommen konnte. Sauber recherchiert, werden Zusammenhänge zwischen Politik und Wirtschaft erklärt, auch wie Korruption diese Sphären miteinander verbindet und wie in der Türkei (Selbst-)Zensur funktioniert. Und wie die neue Qualität zivilen Ungehorsams zustande kam, die die Gezi-Proteste mit viel Humor etablierten. (Ganzen Beitrag lesen)

taksim109

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Generation Erdoğan

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Generation Erdogan

Bericht (taz): In der AKP-Regierungszeit ist die Zahl der Schüler an religiösen Schulen deutlich gestiegen. Bald könnte Religion ab der 1. Klasse zum Pflichtfach werden.

Manchmal zeigt sich die fortschreitende Islamisierung der türkischen Gesellschaft in symbolisch wichtigen Dingen. Und manchmal zeigt sie sich in Zahlen: den Schülerzahlen an religiösen Schulen zum Beispiel. (Ganzen Beitrag lesen)

taksim108

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Erdoğan sucht den Super-Muslim

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Erdoğan sucht den Super-Muslim

Essay (taz): Kein Tag vergeht, an dem der Präsident nicht irgendeinen Blödsinn erzählt. Doch neu ist nicht der Größenwahn, sondern der Rückgriff auf den Islam.

Schon die „Türkische Geschichtsthese“ und „Sonnensprachtheorie“ erfüllten nicht nur einen ideologischen Zweck, sie waren zugleich unfreiwilliger Ausdruck einer bestimmten soziopsychologischen Disposition: einer Mischung aus Großmannssucht und Minderwertigkeitskomplex (und einer gehörigen Portion Verfolgungswahn). Diese Disposition ist immer noch quicklebendig und bei Erdoğan offensichtlich besonders ausgeprägt. (Ganzen Beitrag lesen)

taksim107

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Gezi-Park wird angebaggert

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Gezi-Park wird angebaggert

Bericht (taz): In der Nacht tauchen Bagger im Istanbuler Gezi-Park auf. Passanten glauben, es sei ein Testlauf für den Abriss und stoppen die Bauarbeiten.

Bauarbeiter rückten mit Baggern an, um am Rand des Parks ein paar Quadratmeter Erdreich abzutragen. An einen Baum befestigten sie ein in Comic-Sans-Schrift bedruckten Zettel: „Bauarbeiten für eine Bushaltestelle.“ (Ganzen Beitrag lesen)

taksim103

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Fünf Monate für Graffiti

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Fünf Monate für Graffiti

Bericht (taz): Er soll die „Religion verunglimpft“ haben: Ein simpler Schriftzug an einer Häuserwand bringt einen Studenten ohne Bewährung hinter Gitter.

Weil er am 1. Mai diesen Jahres eine Parole an eine Wand gesprüht hat, wurde in der westtürkischen Universitätsstadt Eskisehir ein 24-jähriger Student zu fünf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Denn der Mann hatte einen Song der schottischen Punkband „The Exploited“ zitiert: „Fuck your religion“. (Ganzen Beitrag lesen)

taksim102

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Suren-Bingo für Fortgeschrittene

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Suren-Bingo für Fortgeschrittene

Essay (taz): Gehört der „IS“ zum Islam? Natürlich. Und sein Gegenteil auch. Was immer Sie über „den“ Islam sagen wollen, im Koran gibt es die passende Stelle.

Ende September veröffentlichten 126 muslimische Gelehrte einen offenen Brief an den „Kalifen“ Abu Bakr al-Baghdadi und seine Anhänger. Eine theologische Kritik in 24 Punkten, in der jedoch eines fehlt: die sonst gebetsmühlenhaft wiederholte Aussage, der „Islamische Staat“ habe nichts, aber auch wirklich gar nichts mit dem Islam zu tun. (Ganzen Beitrag lesen)

taksim101

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Die richtige Seite

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Die richtige Seite

Kommentar (Jungle World): Die derzeitige Lage in Syrien und dem Irak macht es notwendig, die PKK/PYD als fortschrittliche Kraft zu unterstützen.

Ein Teil dieser dem Staat Israel wohlwollend gesinnten Linken tut sich damit schwer zu sagen, dass in Kobanê die PKK und die PYD nicht nur auf der richtigen Seite stehen, sondern die richtige Seite sind. Warum? Weil Abdullah Öcalan weniger links ist als Benjamin Netanyahu? Weil der Islamische Staat hipper ist als die Hamas? Oder weil auch sinistre Figuren die PKK und PYD mögen (Christine Buchholz, MLPD), während es mit Israel nur Leute halten, die auch sonst ganz sauber sind (Partei Bibeltreuer Christen, PI-News)? (Ganzen Beirag lesen)

taksim100

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Gestorben für Kobani

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Gestorben für Kobani

Bericht (taz): Nicht nur Kurden verteidigen die syrische Stadt Kobani. Ein linker, türkischer Aktivist fiel dort Anfang Oktober im Kampf gegen die Dschihadisten.

Dass sich Suphi Nejat Ağırnaslı diesen Kampfnamen auswählte, war ein politisches Statement. Denn er war weder Alevit noch Armenier. Und er war kein Kurde. Wie am Wochenende bekannt wurde, fiel er am 5. Oktober bei der Verteidigung von Kobani in Hände von IS-Kämpfern. Zwei Tage darauf gab die YPG seinen Tod bekannt. (Ganzen Beitrag lesen)

taksim099

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Liebe Kurden, seid nett zur Autobahn

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Liebe Kurden, seid nett zur Autobahn

Kolumne (taz): Die kurdische Bewegung steht vor einer historischen Chance, die langersehnte Anerkennung zu erfahren. Aber weiß sie das eigentlich?

Es war eine kleine Meldung, die die syrisch-kurdische PYD Mitte September verlautbarte: Angehörige der „Volksverteidigungseinheiten“, also des bewaffneten Arms der PYD, hätten eine Gruppe von Dschihadisten aus Europa beim illegalen Grenzübertritt festgesetzt. Die Türkei, Mitglied der Nato und offiziell noch immer EU-Beitrittskandidat, lässt die Dschihadisten ungehindert passieren, während der örtliche Ableger der international als Terrororganisation eingestuften PKK die türkische Grenze bewacht. The Times there are a changin’. (Ganzen Beitrag lesen)

taksim098

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Die Türkei greift ein – gegen die PKK

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Die Türkei greift ein – gegen die PKK

Bericht (taz): Erstmals seit Beginn des Waffenstillstands im vergangenen Jahr hat das türkische Militär Stellungen der kurdischen PKK attackiert.

Während die Verhandlungen zwischen den USA und der Türkei über die Nutzung des südtürkischen Luftwaffenstützpunkts Incirlik noch andauern, hat die türkische Luftwaffe Angriffe geflogen – aber nicht gegen Stellungen des „Islamischen Staates“, sondern gegen die der PKK. (Ganzen Beitrag lesen)

taksim097

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Was wollen die Kurden?

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Was wollen die Kurden?

Kommentar (taz): Die Kurden sind auf der Straße, weil sie der Türkei Untätigkeit vorwerfen, berichten deutsche Medien. Klingt plausibel, ist aber Unsinn.

Vielleicht wäre es pragmatisch von den Kurden, zu versuchen, die Türkei zum Eingreifen zu drängen. Allein: Sie lehnen das ab, sehr vehement sogar. Wie also deutsche Korrespondenten darauf kommen, die Kurden würden genau dafür protestieren, bleibt ihr Geheimnis. (Kleiner Tipp: Einfach mal die Kurden fragen, die beißen nicht.) (Ganzen Beitrag lesen)

taksim093

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Erdoğan nimmt Rache

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Erdoğan nimmt Rache

Bericht (taz): Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für die Wortführer der Besiktas-Ultravereinigung Çarşı. Das ist auch eine Form der Anerkennung.

Lebenslänglich. Mit einer solchen Anklage hat Cem Yakışkan nicht gerechnet. „Wir dachten, sie würden uns vielleicht wegen Landfriedensbruch oder Widerstand gegen die Staatsgewalt anzeigen. Aber damit haben wir nicht gerechnet.“ Yakışkan ist 48 Jahre alt und einer der bekannten Wortführer der Ultravereinigung Çarşı. (Ganzen Beitrag lesen)

taksim092

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Gezi – so weit weg, so gegenwärtig

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Gezi – so weit weg, so gegenwärtig

Kommentar (taz): Die Proteste im Gezi-Park bleiben in Erinnerung: für die Opposition als Zeit des Aufbruchs und der Hoffnung, für die Regierung als Moment der Angst.

Der Park ist noch da. Fragt man, was aus den Geziprotesten vom Frühjahr vorigen Jahres wurde, ist dies die erste, vielleicht etwas verblüffende Antwort. Schließlich ging es, fast hatte man es schon vergessen, zunächst um den Erhalt dieses kleinen Parks im Zentrum Istanbuls. (Ganzen Beitrag lesen)

taksim091